Im Ergebnis stellt sich das heutige Museumsgebäude mit seiner rd. 12.000 m² umfassenden Grundfläche und einer Ausstellungsfläche von rd. 7.000 m² als das Ergebnis eines rd. 70 Jahre andauernden Prozesses dar.

Die Notwendigkeit und der Anspruch, in einem international anerkannten Museum die Rolle und die Bedeutung des Wirtschaftszweiges „Bergbau“ umfassend und angemessen präsentieren zu wollen, haben zu einem ständigen Erweiterungsprozess der Räumlichkeiten geführt, der auch gegenwärtig nicht abreißt: So trägt sich das DBM mit dem Gedanken, den noch fehlenden Gebäudeflügel zwischen dem Erweiterungsbau Süd und dem Altbau der 1950er Jahre zu errichten, um seine Ausstellungsmöglichkeiten dem neuen Museumsprofil eines Forschungsmuseums anzugleichen. Entsprechende Vorschläge sind an die Träger und Zuwendungsgeber des DBM gerichtet worden und scheinen auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein, so dass sich das DBM in Kürze auf eine erneute Bautätigkeit einzustellen haben wird: Dieses Mal wohl auf seine letzte, denn dann ist die gesamte, zur Verfügung stehende Fläche auf dem Gelände des alten Bochumer Schlachthofes ausgenutzt und bebaut: Dann wird eine über 75 Jahre andauernde Entwicklung des DBM endgültig zu Ende gegangen sein.1


1. Neben den oben bereits erwähnten Baumaßnahmen sollen der Vollständgkeit halber noch nachstehende Maßnahmen aus Dokumentationszwecken festgehalten werden: Bereich „Elektrische Anlagen/Beleuchtung“
1973 wurde die bestehende elektrische Hauptverteilung im Bereich Schacht und Kellergeschoss durch die Firma AEG erweitert (1985 umgebaut und nochmals erweitert durch die Firma Siemens). Seit 1974 wurden bei Umgestaltungen in den Altbauhallen zuerst neue Elektro-Unterverteilungen eingebracht und die Hallen anschließend mit neuen Beleuchtungssystemen für die Objektbeleuchtung (7-Leiterschienen mit auswechselbaren unterschiedlichen Strahlern der Firma Interlumen-Concord) ausgestattet. Das gleiche System wurde auch in allen Neubauhallen verwendet. Leider ist dieses System seit dem Ende der 1990er Jahre nicht mehr auf dem Markt vertreten, so das im Jahre 2003 erstmals ein neues Beleuchtungssystem der Firma Kotzolt (Auriga) in der Halle 7 („Wasserhaltung und Bewetterung“) eingesetzt werden musste. Dieses neue System soll zukünftig bei allen Hallen-Neugestaltungen zum Einsatz kommen. In den Jahren 1993 und 1994 wurde im Anschauungsbergwerk eine unterbrechungslose Notbeleuchtungsanlage der Firma Friemann & Wolf eingebracht. Weitere unterbrechungslose Notbeleuchtungen sind seit 1960 im Vortragssaal und seit 1985 auch im Erweiterungsbau Süd installiert. Bereich „Bergbau-Archiv“ und „montan-dok“.
Mitte der 1980er Jahre erfolgte der erste Umbau der Depoträume im Kellergeschoss des Nordostflügels unterhalb der Halle 4 durch den Einbau von Schwerlastregalen. In den Jahren 2000/2001 wurde in einer zweiten Baumaßnahme der zweite Teil der Rollregalanlage eingebracht; dazu musste eine neue, tragfähige Bodenplatte verlegt werden. Gleichzeitig wurde die Heizung erneuert. 1988 kam es zum Einbau des ersten Teils einer Rollregalanlage durch die Firma Mauser mit automatischer Gangbeleuchtung im Bergbau-Archiv; gleichzeitig musste ein neuer Estrichboden verlegt werden. Das Bergbau- Archiv erhielt in diesem Jahr auch seine Papier-Restaurierung. Vier Jahre später (1992) wurde der Aufbau eines genehmigungspflichtigen Gefahrstofflagers im Bereich der Restaurierungswerkstatt durchgeführt. 1994 wurde der zweite Teil der Rollregalanlage im Bergbau-Archiv eingebaut und es kam zur Errichtung von Büroräumen („Büro Dr. Evelyn Kroker bzw. Dr. Farrenkopf) im Bergbau-Archiv. Außerdem wurden die unter Flur liegenden Außenwände des Bergbau-Archivs und weitere Räume im Bereich des Nordwestflügels trocken gelegt.
1996 konnten die Lageräume der Geologische Sammlung im Bereich des Tiefkellers durch Einbringen eines neues Estrichbodens und den Einbau einer Rollregalanlage ausgebaut werden. Seit 1990 wurden verschiedene Rettungswege in den Werkstätten, Büroräumen, Depot- und Lagerräumen erstellt und gekennzeichnet.
Eingangsbereich („Kaue“), Hauptportal und Kasse Eine erste Umgestaltung der zunächst Ehrenhalle genannten heutigen Informationshalle fand in den 1970er Jahren statt: Damals wurde in die Hallenmitte ein zentraler, vieleckiger Informations- und Verkaufsstand eingebaut. Dieser musste aufgegeben werden, weil der Geräuschpegel in der Halle für einen dauerhaften Aufenthalt der DBM-Mitarbeiter gesundheitsgefährdend war. Daraufhin wurden im Jahre 1991 je ein geschlossener Verkaufs-und Informationsstand erbaut. Der Einbau von Leuchtbild-Wegweisern und einer Mikrofonanlage zur Hallengeschallung vervollständigten zunächst diese Baumaßnahme, bis im Jahre 2001 eine neue Notrufanlages eingerichtet werden musste.




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Deutsches Bergbau-Museum . Am Bergbaumuseum 28 . 44791 Bochum
Infoline: 01805 - 877234 (0,14 €/Min. aus dem Festnetz der dt. T-Com)
Tel.: +49-(0)234-5877-0
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