Die Zusammenarbeit von Archäologie + Naturwissenschaften = Archäometrie nimmt zu.

Es setzt sich die Erkenntnis durch, dass eine Bearbeitung von Funden und Befunden auf einer tieferen, "analytischen" Ebene substantielle Beiträge zur Lösung kulturhistorischer Fragestellungen leisten kann. Tatsache ist, dass es heute kaum mehr eine archäologische Grabung gibt, an der nicht Naturwissenschaftler beteiligt sind. Für Geowissenschaftler, Chemiker, Physiker, Biologen, Mediziner und Ingenieure erschließt sich hier ein breites, vielfältiges Anwendungsgebiet.

Die Mitarbeit von Naturwissenschaftlern in archäologischen Forschungsvorhaben ist längst über den Status einer "Hilfswissenschaft" hinausgewachsen; sie haben in vielen Bereichen der Archäometrie eine Kompetenz erreicht, die ihrerseits in den Geisteswissenschaften zur Neuorientierung führt. Beispiele hierfür sind die Resultate moderner Datierungsverfahren, geophysikalischer Prospektionsmethoden, Isotopenanalytik oder biochemische und anthropologische Untersuchungsmethoden.

Die Gewinnung und Verbreitung von Metallen in alter Zeit sind wichtig für das Verständnis kultureller und politischer Zusammenhänge: Metalle haben Kulturen geprägt. Deshalb kommt gerade der Archäometallurgie, einem Teilgebiet der Archäometrie, besondere Bedeutung zu. Hier besteht eine intensive Zusammenarbeit mit dem Forschungsbereich Montanarchäologie.

Die Erfahrungen, die aus den vergangenen Forschungsaktivitäten gewonnen wurden, aber auch völlig veränderte Voraussetzungen für die Forschungsförderung haben zu einer Weiterentwicklung der Institutsarbeit geführt. Von der Archäometallurgie ausgehend wurden in den letzten Jahren weitere Teilgebiete der Archäometrie im Themenkreis Materialgewinnung und Materialanalysen in die Forschungsarbeiten mit einbezogen. Dazu zählen die Forschungen zur Herkunft von archäologischen Keramiken und zur Baustoffversorgung der antiken Städte.

29 June to 1 July 2011
3rd International Conference
Archaeometallurgy in Europe 2011
Program and Registration


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